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2012 - Eine Kritik oder so

Mittwoch,18. November 2009, 12:55 Uhr

Wenn man sich einen Film wie 2012 anschaut, dann erwartet man von vornherein keine ausgefeilte Geschichte oder tiefgründige Charakterstudien. Unkomplizierte Unterhaltung genügt vollauf. Der neueste Katastrophen-Blockbuster stammt von Ronald Emmerlich, der auch schon für The Day After Tomorrow, Gunther und drüber, Godzilla, Zauberhafte Heimat und oben erwähntes Independece Day verantwortlich zeigte.

Es geht mal wieder ums Ganze - unsere liebe Erde ist in Gefahr. Die Biene Maya hat das schon vor zigtausend Jahren gewusst. Ob sie es dem Willy gesagt, wissen wir nicht, aber zumindest hat sie es in den Kalender eingetragen. Irgendwann haben dann auch ein paar moderne Wissenschaftler (übrigens outgesourct nach Indien) mitbekommen, dass mutierte Sonnenionen den Erdkern schmelzen. Au weia! Jetzt gilts schnell ein paar Archen zu bauen und viele reiche Leute drauf zu schaufeln.

Das hört sich recht bescheuert an, könnte aber trotzdem Spaß machen. Macht es auch. Etwa zwanzig Minuten lang. Die zwanzig Minuten, in denen alles kaputt geht. Die versinkenden Städte und der Riesenvulkan sind schon recht beeindruckend. Der Rest des Films aber ist einfach unerträglich. Schon die halbstündige Einführung geht gründlich schief. Zu keiner der Figuren kann man in irgendeiner Art ein Verhältnis der Sympathie aufbauen, weil sie entweder schon unsympathisch angelegt sind, oder aber ihre Handlungen total aufgesetzt wirken. Allein der reiche Russe geht einem schon so auf die Nerven, dass man ihm einen schnellen “dramaturgischen Abgang” wünscht. Auch die anderen Handlungsträger sind nicht viel besser. Keiner, der einem wirklich am Herzen liegt - die einzige Sympathieszene war für mich der Anruf des Jazzmusikers bei seiner Enkelin.

Am schlimmsten ist aber, dass der Film über weite Strecken noch nicht einmal aussieht wie eine 43 Bazillionen-Dollar-Produktion. Die Kameraführung wirkt wie aus einem der grässlichen ARD-Mittwochs- oder RTL-Katastrophenfilme, die Schauspieler schauspielern nicht und sogar die Spezialeffekte hat man schon besser gesehen. Und: Das Ende ist so inkonsequent und kitschig, dass einem übel wird.

Dann lieber mit ein paar Kumpels nochmal Independence Day anschauen. Der hatte zwar auch eine hanebüchene Story mit genretypischen eindimensionalen Charakteren, verpackt das aber wenigstens gut und nimmt sich selbst nicht wirklich Ernst.

Bogen drum machen!

PS: Ich wünsche mir einen Film mit gut eingeführten Charakteren, die einem wichtig sind. Die müssen am Ende dann alle durch die von Menschenhand gemachte Katastorphe sterben. So ein richtiger Tritt in den Magen des Zuschauers.

Ein Stück Mauer in Taibei

Mittwoch,11. November 2009, 17:21 Uhr

Zum zwanzigsten Jahrestag der Grenzöffnung zwischen der DDR und der BRD bekam Taiwan laut einem Bericht von Radio Taiwan International ein Stück der Berliner Mauer geschenkt - als viertes Land nach den USA, Finnland und Polen. Das kann man als eine symbolische Geste zur Unterstützung von Freiheit und Demokratie werten, die in Taiwan sehr hoch geschätzt werden. Obwohl hier seit Regierungsantritt von Präsident Ma auch Rückschritte zu verzeichnen sind.

Das Geschenk bringt aber auch eine viel negativere Konnotation mit sich. Bekanntlich führte die Grenzöffnung zur “Wiedervereinigung”, oder eher, der Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik. Überträgt man dieses Szenario mal auf die Taiwan-Frage, kann man sich leicht vorstellen, wer hier wen wieder eingliedern würde. Und das ist ganz bestimmt keine schöne Vorstellung für die taiwanische Bevölkerung. Schon gar nicht, wenn man das neue Denkmal mit dem 228-Zwischenfall in Verbindung setzt.

Das selbst gemachte Foto vom 228-Denkmal in Taichung kann ich hier leider nicht zeigen, weil ich dieses Foto entgegen meiner kurzzeitigen Auffassung nie aufgenommen habe.

Schon eine ziemliche Frechheit, was E-Plus und D2 sich da erlauben:

[…] gern sind wir Ihnen bezüglich Ihres Anliegens behilflich.

E-Plus Mobilfunk hat die Nutzung für den Versand von SMS aus ausländischen Netzen in das E-Plus-Netz, also auch zu *****, neu geregelt. Diese Regelung führt dazu, dass ein Versand aus einigen Ländern zur Zeit nicht möglich ist. Sobald die Verhandlungen zwischen E-Plus und den betroffenen Ländern beendet sind, wird der SMS-Versand ins E-Plus-Netz wieder möglich sein.

Bitte haben Sie Verständnis für diesen Umstand, auf den ***** keinen Einfluss hat. […]

Dürfen die das denn? Na immerhin hat ***** sich sehr schnell auf meine Anfrage hin gemeldet und kann wirklich nichts dafür. Obwohl sie dazu auch mal einen Hinweis per SMS hätten schicken können, bei neuen Tarifoptionen wird das ja auch gemacht.

Dass neben E-Plus auch Vodafon D2 betroffen ist, habe ich durch Tests ausprobiert. Mit D1 funktioniert es aber wohl noch.

Was das mit den Affen zu tun hat? Nichts. Die sind aber sehr faszinierend. Keine Ahnung, wie ich dazu gekommen bin, aber den Wikipedia-Artikel zum Infinite-Monkey-Theorem kann man sich mal durchlesen:

[…] benötigte man eine Million Affen, die bis zur Unendlichkeit schreiben, um die Werke Shakespeares zu erstellen, zehntausend Alkohol trinkende Affen, die zehntausend Jahre schreiben, um Hemingways Werke zu erstellen, und zehn Affen, die drei Tage tippen, um die Werke Dan Browns zu erhalten.

Darin verlinkt ist auch der RFC 2795, eine Sammung von Protokollen und Methoden, wie man die Arbeit der Affen am besten koordiniert. Echt affig.

Back to the public!

Mittwoch,07. Oktober 2009, 21:37 Uhr

Es ist nun endlich gelungen, das Kommentieren wieder zu ermöglichen. Jetzt läuft hier zwar eine “unstabile” Version, aber ich denke mal, das ist es wert ;)

Also, meine werten zwei Leser, ran an die Tasten!

Taiwanisches Suchbild

Dienstag,06. Oktober 2009, 23:11 Uhr

Tja, was mag sich da wohl verbergen … Erst suchen!